Seinen Anfang nahm die Geschichte von „projekt märz“ zwischen 1988-1990 im Rahmen der Hamburger Gesundheitshilfe e.V. Dort gab es so genannte „Problempflegen“, die nach kurzer Zeit scheiterten, da es immer wieder zu Konflikten zwischen Patient:innen und Pflegekräften kam. Es wurde vermutet, dass diese Patient:innen unter nicht behandelten psychischen Erkrankungen litten.
Die eingesetzten Psycholog:innen konnten im Gespräch Verständnis für die Problematiken entwickeln und die entsprechenden Erfordernisse an die Pflegkräfte weiter vermitteln. So wurde deutlich, dass diese Patient:innen weniger praktische Hilfe im Haushalt oder bei der Körperpflege benötigten.
1989 gründeten, die bei der HGH tätigen Psycholog:innen gemeinsam „projekt märz“, um die aufsuchende Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen aufzubauen.
Pate für den Namen „projekt märz“ stand der Roman „März“ (1975) von Heiner Kipphardt.
Er erzählt die Geschichte des schizophrenen Dichters Alexander März, dessen Anspruch an ein eigenes Leben an der Alltagspsychiatrie scheitert.
Seit 1991 geht projekt märz als eigenständige Einrichtung eigene Wege. Entlang der sich verändernden politischen und sozialen Bedingungen hat sich projekt märz bis heute mit dem Ziel weiterentwickelt psychisch beeinträchtigten Menschen ein eigenständiges Leben in ihrem sozialen Umfeld zu ermöglichen.